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Wie ist ein Gelenk aufgebaut?

Im Laufe der Evolution haben sich unsere Gelenke, entsprechend ihrer zu bewältigenden Aufgaben, zu komplexen Gebilden entwickelt, welche heute perfekt ihre Funktionalität erfüllen.

Am Beispiel des Knies kann schematisch vereinfacht dargestellt werden, wie ein Gelenk aufgebaut ist:

Im Wesentlichen besteht das Kniegelenk aus 4 wichtigen Strukturen:

 

Knorpel

Das Knorpelgewebe überdeckt die gelenkbildenten Knochen, sodass bei Bewegung möglicht wenig Reibung zwischen den Gelenkpartnern entsteht. Knorpel zeichnet sich durch seine einzigartigen elastischen, stoßdämpfenden und reibungsarmen Eigenschaften aus. Knorpel besteht aus einer Substanz (Matrix), welche lange Proteine (Kollagene) beinhaltet, die große Mengen von Wasser binden können. In dieser Knorpelmasse befinden sich vereinzelte Knorpelzellen, welche die Kollagenfasern herstellen.

Knorpel ist ein nicht durchblutetes Gewebe und ist daher nicht regenerationsfähig. Das bedeutet, dass ein Knorpelschaden, einmal aufgetreten, sich nicht selbst heilen kann, und daher immer weiter fortschreitet.

Knorpelgewebe wird durch Diffusion von Flüssigkeit aus dem Gelenkinneren ernährt. Die Knorpelzellen sind somit ausschließlich auf die Nährstoffversorgung durch die Gelenkschmiere angewiesen, die den Gelenkspalt ausfüllt.

Für die Ernährung der Knorpelschicht ist die Bewegung des Gelenkes, nämlich das Wechselspiel von Belastung und Entlastung, unerlässlich. Denn während der Belastung werden verbrauchte Stoffe aus dem Knorpel gepresst, und in der Entlastungsphase wird neue Gelenkschmiere mit frischen Nährstoffen im Gelenkspalt verteilt. Mit fortschreitendem Alter oder bei übermäßiger Belastung verliert unsere Knorpelschicht ihre Elastizität. Sie wird spröde und bekommt Risse. Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Lokalisation und Ausmaß des Knorpelschadens.

 

Meniskus

Im Kniegelenk befindet sich en Innen- und Außenmeniskus, beide sind an der Gelenkkapsel befestigt.

Meniskus besteht aus einem derben, sichelförmigen Gewebe, welches eine wichtige Pufferfunktion hat. Im Stand, bei Belastung, verteilt Meniskusgewebe vertikalen Druck und schützt daher den Knorpel.

Meniskus kann durch Verschleiß oder einen Unfall geschädigt werden. Er besitzt keine Selbstheilungsfunktion und muss daher operativ therapiert werden. Je nach Rißbildung und Alter der Verletzung wird das geschädigte Meniskusgewebe entfernt oder wieder angenäht.

 

Gelenkkapsel

Jedes Gelenk ist mit einer Kapsel komplett ummantelt. Die Gelenkkapsel besteht aus 2 Schichten:

Die innere Schleimhautschicht spielt eine Schlüsselrolle im Stoffwechsel des Gelenkes. Sie ist sehr stark mit Blutgefäßen versorgt, enthält viele Nerven und besteht überwiegend aus elastischen Fasern. Von der Schleimhaut werden die für das Gelenk so wichtigen Nährstoffe und Gelenkflüssgkeit abgesondert. Die Gelenkschleimhaut spielt eine wichtige Rolle im Arthroseprozess.

Die äussere Bindegewebsschicht enthält viele Kollagenfasern und ist daher sehr fest und undurchlässig. Bis auf Blutgefäße schottet sie das Gelenk vom restlichen Körper ab.

An einer Schwachstelle kann es zu einer Ausstülpung der inneren Schleimhautschicht kommen, welche sich mehr oder weniger mit Gelenkflüssigkeit füllen kann. Diese zystische Vorwölbung wird als Ganglion, im Falle des Knies, als Bakerzyste, bezeichnet. Zysten können, wenn sie Beschwerden verursachen, entfernt werden.

Interessante Links

Info über Knorpeltransplantation

www.knorpelspezialisten.de

www.qkg-ev.de

www.cartilage.org 

 

Vorsorge und Gesundheit

www.vorsorge-online.de  

Medizinische Bibliothek

www.nlm.nih.gov 

Sitzmöbel und richtiges Sitzen

www.sedus.de   

ergo-online: Infomationsdienst Arbeit und Gesundheit, Schwerpunkt Bildschirmarbeit

www.ergo-online.de

GesundheitsZentrum Keklheim

www.gz-kelkheim.de

Ihre Spezialisten für ambulante und kurzstationäre Operationen

www.cooperativ.de

 

Infos über Hammerzehen

www.hammerzeh.com

 

Wir machen mit – Aktion saubere Hände