Knie


Arthroskopische Knie Operationen

Das Kniegelenk ist arthroskopischen minimalinvasiven Operationen gut zugänglich. Durch zwei kleine Öffnungen können alle wichtigen arthroskopische Eingriffe am Knie durchgeführt werden.Diese erfolgen unter Vollnarkose in Rückenlage bei gestreckten oder gebeugten Bein.
Das Arthroskop ist an einem Video-Turm angeschlossen, sodass das Innere des Gelenkes 10fach vergrößert auf einem großen Bildschirm zu sehen ist. Mit speziellen feinen Instrumenten kann eine Vielzahl von mehr oder weniger komplexen Eingriffen an dem Gelenk vorgenommen werden. 
Beispielsweise können im Rahmen von kleineren Eingriffen Meniskusteilentfernungen, Gelenkkörperentfernungen und Knorpelglättungen duchgeführt werden.Diese erfolgen in der Regel ambulant, dauern ca. 20 Minuten und bringen eine Arbeitsunfähigkeit von 2-6 Wochen mit sich, je nach Beruf und Eingriffsart. Meist erfolgt eine Teilbelastung an Unterarm-Gehstützen für 1 Woche.

Komplexere Eingriffe wie Meniskusnähte und Kreuzbandplastiken dauern30-50 Minuten, werden ambulant oder kurzstationär durchgeführt und sind verbunden mit einer Teilbelastung von 6 Wochen an Unterarm-Gehstützen. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt hier 8-12 Wochen.
Wir bieten folgende arthroskopische Kniegelenksoperationen an:
  • Meniskusteilentfernung und Meniskusnaht
  • Knorpelglättung und Nano/Mikrofrakturierung
  • Gelenkschleimhautentfernung (Synovektomie)
  • Plicaresektion
  • Laterales release

Offene Knie Operationen


Unsere Praxis führt eine Vielzahl von komplexen Eigriffen am Kniegelenk durch. Diese alle einzeln darzustellen würde den Rahmen sprengen. Diese Operationen werden stationär durchgeführt und erfolgen unter Vollnarkose (oder Rückenmarksanästhesie).Sie dauern je nach dem 50 - 90 Minuten. Anschließend ist eine Teilbelastung von 6 Wochen an Unterarm-Gehstützen erforderlich. Krankengymnastik und Lymphdrainagen werden so lange wie nötig verordnet. Arbeitsunfähigkeit besteht je nach Beruf und Eingriffsart 6-12 Wochen.
Unsere Spezialität sind gelenkerhaltende Eingriffe:
  • AMIC Verfahren (Autologe Matrix induzierte Chondrogenese)
  • körpereigene Knorpelzelltransplantation (MACT)
  • kniegelenksnahe Umstellungsosteotomien
  • Patella stabilisierende Operationen
Häufig werden diese auch Eingriffe kombiniert.
Wenn es keine Alternative mehr gibt führen wir auch gelenkersetzende Operationen durch:
  • Oberflächenersatz als Schlittenprothesen bei einseitigen Arthrosen
  • Oberflächenersatz als Spezialprothese patello-femural
  • Oberflächenersatz als Vollprothese bei fortgeschrittenen Arthrosen
  • Achsgeführte Vollprothese bei Arthrose und Bandinstabilität

Alle endoprothetischen Eingriffe werden von uns routinemäßig navigiert durchgeführt.Navigation bedeutet, dass ein Computer dem Operateur hilft, die Endoprothese so passgenau wie nur möglich einzubauen. So kann der operierte Patient sicher sein, dass seine Endoprothese bei ausbalancierter Bandverhältnissen perfekt sitzt und die Beinachse wieder normalisiert ist. Dank der navigierten Operations-Technik können postoperativ lang anhaltende Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Lockerungen auf ein Minimum reduziert werden.Aufgrund unserer kontinuierlichen sehr guten Ergebnissen wird uns von der AOK Hessen jährlich eine entsprechende Auszeichnung verliehen.

Nachbehandlungspläne

  • AMIC und Knorpelzelltransplantationen


Knorpel

Viele Gelenkknorpelschäden entstehen durch einen Unfall, wie z.B. eine Sprunggelenks- oder Knieverdrehung. Bei einem erwachsenen Menschen besteht leider keine Selbstheilungstendenz bei Knorpelschäden. Ein einmal gesetzter Schaden bleibt somit lebenslang bestehen und wird sich im Laufe der Zeit vergrößern.Unbehandelte vollschichtige Knorpelschäden, d.h. bis auf den Knochen reichend, führen daher beim Erwachsenen unweigerlich zu einem altersvorauseilenden Gelenkverschleiß.
Je nach Größe, Lokalisation und Grad der Gelenkknorpelschädigung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.
Bei kleinen Knorpelschäden wird die sog. Mikro-, oder jetzt Nanofrakturierung, ein Anbohren des Knochens, und das Einlegen einer Matrix, arthroskopisch durchgeführt.Hierbei wird der unter dem Knorpelschaden liegende Knochen mehrfach fein angebohrt. Das heraustretende Blut aus dem Markraum beinhaltet Stammzellen, die von der Matrix "eingefangen" werden. Diese wandelen sich dort in Knorpelzellen um, und stellen ein Knorpelgewebe von ausreichender Qualität her.
Große Knorpeldefekte können erfolgreich mittels einer Knorpelzelltransplantation biologisch rekonstruiert werden, der sog. matrixgekoppelten autologen Chondrozytentransplantation oder MACT.

Bei diesem Verfahren wird in einem ersten Schritt arthroskopisch Knorpelgewebeaus einer Randzone des geschädigten Kniegelenkes entnommen und in ein spezielles Labor geschickt. Dort werden die körpereigenen Knorpelzellen während 3-8 Wochen, je nach Hersteller, gezüchtet. In einem zweiten Schritt werden dann die gezüchteten Zellen im Rahmen einer stationären Operation arthroskopisch oder offen, je nach Situation, in den Knorpeldefekt gelegt. Dort beginnen sie sofort mit der Produktion eines hochwertigen, körpereigenen Knorpelgewebes. 
Manchmal ist zusätzlich der Knochen unter dem Knorpelschaden geschädigt. In dieser Situation können 1-2 Knorpel-Knochenzylinder aus einer Randzone in den Defekt eingebracht werden.

Nicht selten bestehen neben den Knorpelschäden Beinachsfehlstellungen die begleitend zu den Knorpeloperatioen behoben werden müssen. Dies wird als kniegelenksnahe Umstellungsosteotomie bezeichnet. 
Diese Eingriffe erfolgen unter Vollnarkose, dauern 30-60 Minuten und werden stationär durchgeführt. Danach wird Krankengymnastik verordnet. Das betroffene Bein darf mit Unterarm-Gehstützen 6 Wochen nur teilbelastet werden. Arbeitsunfähigkeit besteht je nach Beruf und Eingriffsart 6-12 Wochen.
Wir sind zertifiziert für beide Verfahren die in Deutschland zur Verfügung stehen:
  • Novocart 3D und Novocart Inject
  • ACT 3D mit Chondrospheren (Spherox)
Es ist daher auch eine volle Kostenerstattung gewährleistet.
Weiter Informationen finden Sie hier.

Schulter


Das Schultergelenk ist arthroskopischen minimalinvasiven Operationen gut zugänglich. Durch zwei bis drei kleine Öffnungen können alle wichtigen arthroskopische Eingriffe am Schultergelenk durchgeführt werden. Diese erfolgen unter Vollnarkose in Rückenlage in der sog. Liegestuhl-Position. Das Arthroskop ist an einem Video-Turm angeschlossen, sodass das innere des Gelenkes 10fach vergrößert auf einem großen Bildschirm zu sehen ist.
Mit speziellen feinen Instrumenten kann Kalk, entzündetes oder geschädigtes Gewebe entfernt und Knochen beim Impingmentsyndrom abgefräst werden, um Platz für die darunter gleitenden Sehnen zu schaffen.
Diese kleineren Eingriffe dauern etwa 30 Minuten und werden ambulant durchgeführt. Die Schulter darf anschließend schmerzabhängig ohne Einschränkung bewegt und belastet werden. Eine krankengymnastische Behandlung wird verordnet. Üblicherweise ist die Behandlung nach 6-8 Wochen beendet.Die Schulter sollte dann wieder frei beweglich und voll belastbar sein. Arbeitsunfähigkeit besteht je nach Beruf 3-8 Wochen.
Komplexere Eingriffe wie Sehnennähte bei Rotatorenmanschettenrissen oder Anheften von abgerissenen Kapsel-Band-Komplexen nach Luxationen dauern ca. 45-60 Minuten. Sie erfolgen ambulant oder kurzstationär. Hiernach wird der Arm für 6 Wochen in eine Schlinge gelegt, damit bestimmte Bewegungen vermieden werden. Die Krankengymnastik wird 12 Wochen durchgeführt. Arbeitsunfähigkeit besteht je nach Beruf 6-12 Wochen.

Unser Spektrum:

Kleinere Eingriffe: 
  • subakromiale Dekompression
  • Kalkentfernung
  • Schultereckgelenkteilentfernung (AC-Gelenk Teilresektion)
  • Bursektomie (Schleimbeutelentfernung)
  • Bizepssehnentenotomie (Durchtrennen der langen Bizepssehne)

Komplexere Eingriffe: 

Sprunggelenk














In Arbeit

Vorfuß


Viele Beschwerden im Vorfußbereich sind durch Zehendeformitäten bedingt. Wenn konservative Maßnahmen wie Einlagen und Schuhzurichtungen nicht mehr helfen, kann eine Operation erwogen werden.

Kleinzehendeformitäten


Kleinzehendeformitäten wie Hammer- und Krallenzehe, Curly- und Mallet toe, könne relativ einfach erfolgreich korrigiert werden. Im Rahmen eines ambulanten Eingriffs unter Voll- oder Teilnarkose, wird der oder die Zehen wieder gerade gestellt. Der Eingriff dauert pro Zeh etwa 20 Minuten. Danach sollte ein Vorfußentlastungsschuh für 4-6 Wochen getragen werden. Eine Entlastung des Beines ist nicht erforderlich.
Wir bieten folgende Operationen an den Kleinzehen an:
  • Korrekturen von Hammer- und Krallenzehen, curly- und mallet toe
  • Chevron Osteotomie Metatarsale 5
  • Verkürzungsosteotomien der Mittelfußknochen
  • Sehnentransferoperationen

Hallux valgus

Beim hallux valgus handelt es sich um eine Fehlstellung der Großzehe. Diese erfolgreich zu korrigieren ist komplexer und der Mittelfußknochen muss dafür versetzt und wieder mit 1-2 Schrauben stabilisiert werden. Die Art des Eingriffs ist abhängig vom Grad der Deformität. Je fortgeschrittener desto körpernaher muss korrigiert werden um ein entsprechendes Korrekturausmaß erreichen zu können. Diese Eingriffe dauern je nach dem 30-60 Minuten und werden ambulant oder kurzstationär unter Vollnarkose durchgeführt. Nach diesen Operationen muss ein Vorfußentlastungsschuh für 6 Wochen getragen werden. In dieser Zeit darf der Fuß nur teilbelastet werden, und es wird Krankengymnastik und Lymphdrainagen verschrieben. Arbeitsunfähigkeit besteht berufs- und eingriffsabhänging für 6-12 Wochen. Die Schrauben müssen nicht entfernt werden.
Wir bieten folgende hallux valgus Operationen an:
  • Akin Osteotomie an der Grundphalank als ergänzende Korrektur
  • Chevron Osteotomie bei leichter Deformität
  • Scarf Osteotomie bei mittelschwerer und schwerer Deformität 
  • Lapidusarthrodese bei sehr schwerer Deformität

Großzehengrundgelenksarthrose

Eine sehr häufige Schmerzursache ist auch die Arthrose im Großzehengrundgelenk, gerade bei Männern. Hier ist die Therapie der Wahl eine Versteifungsoperation mit Schrauben oder einer Platte. Das funktionelle Ergebnis ist sehr gut. Nach Ausheilung kann wieder normal und schmerzfrei belastet werden. Der Eingriff dauert ca. 50 Minuten und wird ambulant in Vollnarkose durchgeführt. Danach ist eine Teilbelastung und das Tragen eines Vorfußentlastungsschuhes für 6 Wochen erforderlich. Dann wird eine Einlage mit einer Metallschiene unter der Großzehe für weitere 6 Wochen verschrieben. Arbeitsunfähigkeit besteht je nach Beruf 6-12 Wochen. Das eingebrachte Metall muss nicht entfernt werden.Hinweis: Der Einbau von künstlichen Gelenken am Großzehengrundgelenk funktioniert nicht gut und wird auch von der Deutschen Gesellschaft für Fußchirurgie nicht empfohlen.
Beispiel einer Versteifungs-OP-Animation finden Sie hier.

Unsere Praxis

Orthopädische Gemeinschaftspraxis Kniffler, Richter, Dehler, Hecker - Ihre Spezialisten für ganzheitliche Erhaltung und Wiederherstellung des Bewegungsapparates sowie medizinische Prophylaxe.

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